Der Schnee macht mich wahnsinnig.
(Februar 2010)

Hoch auf dem gelben Wagen, sitz ich beim Schwager vorn.
(April 2010)

Ölen tun sie alle.
(April 2010)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

06. Januar 2010

Da ich meinen Ersatzanlasser für den Kombi brauche, besorge ich mir neuen Ersatz. Schließlich ist es mehr als hilfreich, wenn man auf eine gute Ersatzteilversorgung zurückgreifen kann.

Der Anlasser kostet mich 35 EUR inklusive Versand.

 

11. Februar 2010

Es schneit und schneit und schneit. Ich habe keine Ahnung, wann ich das letzte mal so viel Schnee gesehen habe wie in diesem Jahr. Wenn´s so weiter geht, ist vor Ostern ans Fahren nicht zu denken. Aber es gibt ja auch noch einiges an den Autos zu tun.

Der L muss nächsten Monat zum TÜV und der Kombi soll mit einem neuen Motor versorgt werden. Diesen bekomme ich heute und zahle dafür 2.200 EUR.

Dafür hat man vor einigen Jahren ganze Autos für bekommen.

 

14. Februar 2010

Drei wichtige Ereignisse finden heute statt. Erstens ist Karneval oder Fastnacht wie man bei uns sagt. Zweitens ist Valentinstag. Und drittens baue ich am Kombi Motor und Getriebe aus.

Das geht erstaunlich gut, hat man doch in vielerlei Hinsicht mehr Platz zum Schrauben als bei der normalen Limousine.

Großartige Probleme gibt es keine und so sieht die Giardiniera nach einem gemütlichen Schraubervormittag irgendwie leer aus.

Doch schon bald soll dieses Schmuckstück den Motorraum füllen und für neuen Fahrspaß sorgen:

 

16. Februar 2010

Die Hinterradaufhängung benötigt etwas Kosmetik. Ein erster Anstricht mit Hammerite hilft. Ein zweiter muss jedoch noch folgen - so sagt es der Hersteller.

 

18. Februar 2010

Bald bekomme ich mein neues Getriebe! Für den endgültigen Zusammenbau fehlt nur noch eine kleine "Wellscheibe". Ein Centartikel, den leider kein Händler vorrätig hat. Nur einer, aus dem hohen Norden hat noch welche auf Lager!

Doch 10,73 EUR Porto für zwei kleine Scheibchen, die in einen Briefumschlag passen, schrecken mich ab.

Zum Glück gibt es das Forum! Eines der Mitglieder hat noch eine Scheibe zu Hause und leiht sie mir freundlicherweise aus, bis wieder neue erhältlich sind.

Großartig!

 

19. Februar 2010

Der Sturz des rechten Kombi-Hinterrades ist irgendwie beängstigend positiv. D.h., das Rad steht so was von schräg. Um das Problem zu beheben, baue ich auf beiden Seiten die Stoßdämpfer und die Schraubenfeder aus und wieder ein.

Denn ausschließlich über den Sitz der Feder, wird der Sturz korrekt eingestellt.

Vorher:

Nachher:

Unterschied erkannt? Nein? Ich ehrlich gesagt auch nicht. Auf den Bildern wirkt es nachher sogar noch schiefer.

Was soll´s.

Da werde ich wohl bei Gelegenheit noch einmal nachsehen müssen.

 

21. Februar 2010

Die Achsschwingen bekommen den zweiten Anstrich. Matt schwarz. Hammerite. Anschließend durchbohre ich den Aschenbecher um Platz für Wichtiges zu machen!

Genau wie beim L soll dort nämlich ganz unauffällig ein Zigarettenanzünder als Stromanschluss für mein mobiles Navi herhalten.

 

01. März 2010

Es ist Fiat-Zeit! Hinein ins Auto, am Starthebelchen gezogen und schon begrüßt mich unser "Olio" standesgemäß mit einer großen Dunstwolke aus dem Auspuff. Hust, hust.

Nach 5 km Fahrt dann die ersten kleinen "Problemchen". An der Ampel droht der Motor im Standgas auszugehen.

Ursache dafür ist m.E. der mit leichtem Ölnebel verdreckte Kontakt der automatischen Leerlaufdüse (ja, so etwas hat er) am Vergaser. Denn nach der Reinigung läuft er wieder wie geschmiert.

Abends noch den Luftdruck kontrollieren und der Start in eine neue Saison ist perfekt.

 

05. März 2010

Ach ja, das Lüfterrad. Das leidige Thema. Es rappelt und scheppert mal wieder, weil sich die Mutter schon wieder etwas gelockert hat und ich immer noch keine selbstsichernde habe.

Auch der Baustoffhandel um die Ecke kann mit seinem Schraubensortiment nicht helfen und so begnüge ich mich vorerst mit einer gezackten Unterlagsscheibe.

 

13. und 14. März 2010

In Bingen eröffnet die Firma Honrath eine weitere Sektion in ihrem Autohaus und bietet ab sofort auch Fiat-Modelle an. Zur Eröffnung werden selbstredend zwei alte Fiat 500 als Anschauungsobjekt benötigt.

Einer davon ist unser Olio, der auch gleich einmal sein Revier mit einem schönen Ölplacken markiert.

Mahlzeit!

 

16. März 2010

Der Frühling kehrt zurück nach Deutschland! Zum ersten mal seit gefühlten 100 Monaten erreichen die Temperaturen zweistellige Plus- anstatt Minusgrade. Doch mit dem Einzug wärmerer Temperaturen melden sich auch die Tücken des 500er-Alltags zurück.

Auf dem Weg zur Arbeit bleibt der L stehen, nachdem er bereits zuvor im Standgas auszugehen drohte. Ein erneutes Ziehen des Anlassers bringt zunächst keine Veränderung. Der Kontaktabstand ist augenscheinlich in Ordnung. Zündkabel sind keine abgerissen.

Bei genauerem Betrachten fällt mir auf, dass der Vergaseransaugstutzen leicht verölt ist. Vielleicht ist dies die Ursache!

Nachdem ich den Lüftungsschlauch vom Luftfilter zur Gasfabrik
abgezogen habe, läuft der Motor wieder. Ein Glück.

Nachmittags reinige ich die Schläuche vom Ventildeckel zum Luftfilterkasten und vom Luftfilter zum Vergaser ein wenig mit Bremsenreiniger. Ebenso erfährt das elektrische Leerlaufventil eine kleine Frischekur. Von nun an brummt der Motor auch im Standgas wieder einwandfrei.

Die Ursache für das Ölen (wahrscheinlich durch verschlissene Kolbenringe erzeugter Überdruck) ist damit natürlich nicht behoben. Das könnte eine nette Winterarbeit werden.

...Winter? Mein Gott. Die ersten Sonenstrahlen und ich denke schon wieder an den Winter...

 

18. März 2010

Der Motor läuft noch nicht so wirklich rund. Erst nachdem ich den Vergaser neu einstelle, macht er keine Mucken mehr.

Doch dafür macht unser "Olio" seinem Namen mal wieder alle Ehre. Munter lässt er auf jedem Parkplatz eine kleine Öllache.

Zum Glück kommt das Öl "nur" aus der Ölwanne. Die Befestigungsschrauben hatten sich allesamt ein wenig gelockert. Festgezogen und gut ist!


19. März 2010

Ein gutes Omen für den TÜV-Termin nächste Woche? Der Olio ölt immer noch leicht, das Heckemblem auf der Motorhaube hat´s zerbröselt, die vorderen Reifen sind leicht abgefahren und zu guter Letzt muss ich feststellen, dass vorne etwas Bremsflüssigkeit fehlt.

Die Bremsflüssigkeit fülle ich auf und beobachte zunächst einmal, ob das Auto weiterhin Flüssigkeit verliert. Denn auf den ersten Blick konnte ich nichts an den Leitungen erkennen. Wahrscheinlich wird´s aber nichts ernstes sein.

Reifen muss ich auch neue besorgen. Eventuell werden es schicke Weißwandreifen, die über Ebay aus Italien angeboten werden. Mal sehen.

Und weil es immer noch nach Benzin im Innenraum stinkt, starte ich einen letzten Versuch: ich verstopfe die Düsen der Frontscheibenheizung. Immerhin führen deren Schläuche durch den Kofferraum direkt am Tank vorbei.



21. März 2010

Ich versuche dem Bremsflüssigkeitsverlust auf den Grund zu gehen und produziere weitere "Schäden": zwischen 85 und 90 km/h vibriert und flattert das Lenkrad als läge der katastrophalste Achs- und Stoßdämpferschaden vor.

Doch was war passiert?

Nachdem ich die hinteren Bremstrommeln abgenommen und nur staubtrockene Radbremszylinder vorgefunden hatte, schaute ich mir auch die Vorderräder an, ohne etwas zu finden. Nichts. Alles schien in Ordnung. Lediglich am Übergang vom Verbindungsschlauch zwischen Bremsflüssigkeitsbehälter und Hauptbremszylinder war ein wenig Bremsflüssigkeit zu finden.

Bei der anschließenden Probefahrt kam es dann zu dem beschriebenen Lenkradflattern. In der Folge nahm ich zunächst die Hinterräder erneut ab, zog die Bremstrommeln etwas stärker an und montierte die Reifen wieder.

Nichts. Alles wie gehabt.

Auch ein Nachziehen der Radmuttern half nichts. Alles wie gehabt. Der Fiat rüttelte und schüttelte sich wie ein mit Diesel betanktes Mofa aus sibirischer Produktion.

Erst das erneute Abnehmen der Vorderräder und nochmalige Anbringen brachte die ersehnte Besserung. Der 500er lief wieder wie noch am Tag zuvor.

Seltsam? Aber genau so war es.

PS: Bei den zahlreichen Probefahrten bin ich natürlich wieder einmal ohne Sprit liegen geblieben. Doch als anerkannter "Leerfahrer" konnte ich meine Reise dank des im Kofferraum befindlichen 2-Liter-Reservekanisters alsbald fortsetzen.



23. März 2010

Heute ersteigere ich bei Ebay ein paar neue Reifen. Weißwandfreifen, um genau zu sein. Diese kommen zwar aus Italien, sind aber mit 190 EUR dennoch günstiger als hierzulande angebotene Pirelli Cinturato.



24. März 2010

TÜV ist am kommenden Freitag. Damit es mit der Handbremse keine Probleme gibt, stelle ich sie ein wenig nach.


25. März 2010

Kombi-Teile sind seltener und teurer. Das merke ich schon jetzt. Beim hinteren Schiebefenster der Fahrerseite fehlt der Griff mitsamt der Arretierung. Übers Forum bekomme ich ein Gebrauchtteil für 15 EUR.

Da dieses jedoch nur aus dem Innenteil, nicht aber dem dazu gehörigen Außenteil besteht, welches für die Befestigung benötigt wird, ordere ich zusätzlich in Italien ein Reproduktions-Schließstück aus Kunststoff. Dieses belastet mein Konto mit zusätzlichen 37,06 EUR.



27. März 2010

TÜV. Bis März 2012.


31. März 2010

Beim Kombi montiere ich den Verschließmechanismus für das hintere Schiebefenster. Das alte originale Teil und die Befestigung des Repro-Teils passen perfekt zusammen!


03. April 2010

Ach ja, das neue Kombi-Getriebe. Eine (fast) unendliche Geschichte. Doch mit dem Kauf eines guten gebrauchten für 350 EUR, das vor wenigen tausend Kilometern überholt wurde, sollte auch dieses Kapitel glücklich enden.

Ursprünglich hatte ich nämlich ein ganz anderes Getriebe ins Auge gefasst und hierfür schon massig Ersatzteile besorgt, die mir der Verkäufer einbauen wollte und auch eingebaut hat. Doch als das Getriebe zum Einstellen des Differenzials in die Fachwerkstatt gebracht wurde, kam für mich - und auch für den Verkäufer - die große Überraschung. Teller- und Kegelrad, eine eigentlich unzertrennbare Einheit, stammten aus zwei verschiedenen Baugruppen und waren so nicht zu gebrauchen.

Weitere Investitionen und Wartezeiten waren angesagt. Doch glücklicherweise wurde mir just in diesem Moment ein alternatives Getriebe für die besagten 350 EUR angeboten: ein Angebot, das ich natürlich nicht ablehnen konnte.

Nachdem wir es heute in der Nähe von Stuttgart abgeholt hatten, schraubte ich noch abends die Kupplung an den Motor (riss dabei eine Schraube ab) und vereinigte Motor mit Getriebe.

Einem Kompletteinbau des Triebwerks steht damit in den kommenden Tagen nichts mehr im Weg.


04. April 2010

Motor und Getriebe werden in den Kombi "eingehängt", damit am nächsten Tag die "Endmontage" erfolgen kann.


05. April 2010

Der Motor und das neue Getriebe sind drin! Wir wagen uns auf eine erste Fahrt ins rund 25 Kilometer entfernte Lonsheim. Alles einwandfrei. Denken wir. Denn rund drei Stunden später geht überhaupt nichts mehr.

Eine kleine Pfütze unterm Vergaser lässt nichts Gutes erahnen. Erfolglose Startversuche bestätigen den Verdacht: die Kiste ist abgesoffen. Mangels entsprechenden Werkzeugs - mir fehlt ein passender Inbus-Schlüssel - rufen wir den ADAC.

Dieser stellt nach rund fünf Minuten die ernüchternde Diagnose, dass der Schwimmer des Vergasers eigentlich ein Nichtschwimmer ist und es vorzieht, auf Tauchstation zu gehen. Folglich läuft der Vergaser über und "rien ne va plus", wie der Franzose zu sagen pflegt.

Da wir keine Möglichkeit haben, den gerissenen Schwimmer zu reparieren bleibt nur noch eine Möglichkeit der Heimfahrt: hoch auf dem gelben Wagen.


06. April 2010

Der Verkäufer des Motors will mir in den nächsten Tagen als Garantieleistung netterweise einen neuen Vergaserdeckel mit eingestelltem Schwimmer schicken. Doch ich kann es kaum erwarten und baue aus dem alten Vergaser den intakten Schwimmer aus, um ihn am neuen Vergaser zu montieren. Natürlich kommt es, wie es kommen muss: wir bleiben erneut nach nur 5 Kilometern Fahrt stehen.

Doch der Schwimmer ist dicht. Und so können wir unsere Fahrt nach ein wenig Feinjustierung des Schwimmers ungehindert fortsetzen.


07. April 2010

Ein Fiat, der nicht ölt ist kein Fiat. Irgendwie ölen sie alle. Auch unser Kombi. Aber schon nach nur 50 gefahrenen Kilometern?



Ich ziehe einige Schrauben nach, und mache als Hauptherd die Ölablasschraube aus. Die muss doch auch irgendwie dicht zu bekommen sein!

Schließlich befestige ich noch einige Abdeckbleche am Motorraum und schließe den Zigarettenanzünder an die Batterie an. Ach ja: den linken Scheinwerfer schraube ich auch mal richtig fest, damit er nicht mehr so herumwackelt wie bislang.


08. April 2010

Eine kleine Ersatzteillieferung von Günter Markhof erreicht mich. Darin enthalten sind vier Reifenschläuche (die Weißwandreifen aus Italien sind zwischenzeitlich angekommen), ein neues Fiat-Emblem für die Motorhaube und noch ein wenig Kleinzeugs. Alles in allem wechseln 90,99 EUR ihren Besitzer.


09. April 2010

Der neue Vergaserdeckel mit neuem Schwimmer, passend für den Kombi, kommt! Ich baue ihn ein und alles ist wie neu! Nur ölen tut der Motor immer noch.

Zwar ist die Ölablasschraube nun dicht, aber irgendwo im Bereich des Ölschleuderfilters tropft es immer noch ein wenig raus.


11. April 2010

Auf geht´s in die Pfalz. Auf einer rund 200 Kilometer langen Tagesfahrt läuft der Kombi-Motor wirklich gut. Nur der Tachometer macht plötzlich Zicken.

Zwar funktioniert die Geschwindigkeitsanzeige. Der Kilometerzähler hängt jedoch teilweise und knackt nur. Eventuell ist nur etwas verdreckt. Im schlimmsten Fall jedoch leidet das Zählwerk an Zahnausfall, was bedeuten würde, dass ich einen neuen Tacho suchen müsste.


12. April 2010

Den Zylinderkopf muss man nach 100 bis 1.000 km nachziehen, wenn alles neu montiert wurde. Das funktioniert beim Kombi bei sieben Schrauben auch ganz gut. Nur eine streikt: der Stehbolzen dreht sich heraus.

So wie es aussieht, ist das Gewinde im Motorblock kaputt. Ärgerlich.


13. April 2010

Ich montiere die Kipphebelbrücke wieder, schraube den Vergaser fest und schließe den Ventildeckel. Nächste Woche kommt der Motor mitsamt Auto dann in eine Fachwerkstatt zur Reparatur des Gewindes.


14. April 2010

Ja, der Fiat 500 L. Unser Fiat 500 L. Wir nennen ihn nicht umsonst "Olio". Er verliert nämlich zusehends mehr Öl an verschiedenen Stellen. Eine Motorrevision rückt näher. Aber noch fährt er ohne Murren!


20. April 2010

Das Gewinde im Motorblock des Kombis ist repariert, doch die Inspektion offenbart weitere Schwachstellen.

Umlenkhebel und Achsschenkel sind ausgeschlagen, die Stoßdämpfer auch nicht mehr die Besten. Außerdem muss die Spur eingestellt werden, damit das Auto nicht mehr so extrem herumschlängelt. Die Ersatzteile hierfür kosten 281,98 EUR.


23. April 2010

Ich tausche das defekte Zähwerk des Kombi-Tachos gegen das eines Ersatztachos aus, damit endlich wieder der Kilometerzähler richtig funktioniert.

Durch meine grobmotorischen Bastlerfähigkeiten  schaffe ich es natürlich, die Nadel, auf die der Geschwindigkeitszeiger aufgesteckt ist, abzubrechen. Aus dem Ersatztacho ist dieses Teil leider auch nicht  zu gebrauchen, sodass ich  nun zwar einen funktionierenden Kilometerzähler habe, aber die Geschwindigkeit  gar nicht mehr angezeigt wird.

Toll.


24. April 2010

Mir kommt eine Idee. Ich erinnere mich an den armseligen Fiat 500 F, der jahrelang im Nachbarort als Hundehütte missbraucht wurde. Glücklicherweise ist der Tacho dort noch drin.

Für 20 EUR bekomme ich einen weiteren Ersatzteilspender. Dessen Innenleben transplantiere ich in den Kombi-Tacho.

Nun funktionieren Kilometerzähler und Geschwindigkeitsanzeige perfekt. Naja, fast. Im unteren Geschwindigkeitsbereich zeigt der Tacho etwas zu wenig an. Erst ab ca. 60 km/h stimmt´s exakt.

Vielleicht hilft hier ja noch ein wenig Feintuning.


25. April 2010

Saisonauftakt der Fraktion Rhein-Main. Mit dem Kombi geht´s durch den Odenwald. Eine weitere kleine Macke macht sich bemerkbar: der Gaszug geht oft nicht in die Ausgangsstellung zurück. Aber das kann nichts Tragisches sein.

Darüber hinaus hat sich die Rückholfeder an der Kupplung verabschiedet. Schade. Ihr hat es dort wohl nicht so gut gefallen.

Ansonsten fährt sich der Motor allerdings sehr gut. Über 400 Kilometer ist er an diesem Wochenende gelaufen und hat dabei Autobahnen, Bundestraßen, Landstraßen und Feldwege kennengelernt - so jedenfalls kamen mir manche Straßen im Odenwald vor.


20. Mai 2010

Aus Zeitgründen lasse ich einige Arbeiten in einer örtlichen Werkstatt ausführen. Getauscht werden (beim Kombi) die vorderen und hinteren Stoßdämpfer, die Achschenkel sowie der Umlenkhebel. Zusätzlich wird die Spur noch eingestellt.

Der Preis dafür beträgt 228,48 EUR.


21. Mai 2010

Der Gaszug des Kombis hakt ein wenig. Ein bisschen Fett sollte helfen.


29. Mai 2010

Zwar war der Kombi zum Spureinstellen in der Werkstatt, doch wie ich auf der Rechnung sehen kann, wurde lediglich die Vorderachse neu justiert. Da er leider immer noch nicht so läuft, wie ich mir das vorstelle, nehme ich die Einstellung selbst in die Hand.

Bewaffnet mit Maurerschnur, Schiebemesser und Legoklötzchen wird nachgemessen und fein justiert. Das schafft erhebliche Besserung beim Geradeauslauf. Doch in Kurven kommt es mir immer noch so vor, als würde nach dem Einschlagen des Lenkrades jemand kurz daran ziehen und den Lenkeinschlag erhöhen.

Ein Freund gibt den Tipp, dass die vorderen Radlager nicht korrekt eingestellt sein könnten. Und siehe da: nachdem die Radlager etwas strammer gestellt sind, hält das Auto auch in der Kurve seine Bahn bei.


30. Mai 2010

Das bislang nur mit Kabelbindern befestigte vordere Kennzeichen des Kombis bekommt einen schönen Chromrahmen und wird richtig festgeschraubt. Gleiches gilt fürs hintere Nummernschild.

Die Rücksitzbank wird nach etlichen Monaten aus dem Keller geholt und wieder in den Kombi eingebaut.


02. Juni 2010

"Music was my first love". Und genau deshalb soll und muss auch im Kombi ein Radio eingebaut werden. Wie beim L schraube ich es mittels einer DIN-Konsole unterhalb des Handschuhfachs fest.

Lange hatte ich allerdings über die Position der Lautsprecher nachgedacht. Eine Hutablage wie bei der Limousine gibt´s nicht, von daher musste ein anderer Platz gefunden werden. Nach Möglichkeit sollte nichts gebohrt werden und darüber hinaus sollten die Boxen auch nicht im Weg sein, wenn mal etwas eingeladen werden muss.

Kurzfristig kam mir beim Einbau dann die Idee, es unterhalb des Sitzes zu versuchen. Vor der Querstrebe des Sitzgestells platziert, kommt sogar genügend Krach heraus, um auch während der Fahrt mitzubekommen, was gerade läuft. Befestigt wurde das ganze schließlich mit Kabelbindern, damit der Lautsprecher bei einer scharfen Bremsung auch nicht in den Fußraum rutschen kann.

Perfekt. Und die Aufbaulautsprecher von ebay für gerade mal 23 EUR klingen dabei gar nicht mal so schlecht. Fotos folgen.

22. Juni 2010

Heute war der L wieder die "Verreckerte kleine Dreckskiste". Auf dem Weg zur Arbeit fuhr er zum zweiten mal in diesem Jahr nur 5 Kilometer und versagte dann seine Dienste.

Zwar lief der Motor nach wie vor einwandfrei im Stand, doch beim Gasgeben ging nichts mehr und der Motor drohte abzusterben.

Abends ging es dann ans Zerlegen des Vergasers, da der Verdacht nahe lag, dass sich Dreck vor die Hauptdüse gesetzt hat. Und tatsächlich war die Schwimmerkammer doch mit erstaunlich viel Zeugs gefüllt, das dort nicht hineingehört.

Leider sprang der Fiat auch danach nicht an, sodass als nächste Fehlerquelle die Benzinpumpe in Betracht kam. Als ich diese ausgewechselt hatte, sprang das Triebwerk sofort an und der Kleine war wieder "Papas Liebling".

Man kann halt nicht nachtragend sein...


09. Juli 2010

...doch was zu viel ist, ist zu viel. Denn unser Olio macht seinem Namen alle Ehre und ölt, was das Zeug hält. "So kann es nicht weitergehen", sage ich mir und nachdem die Kompressionsmessung eher schlechte Werte von 6 und 7 bar ergibt, steht der Entschluss fest, den Motor zu überholen.

Damit ich dennoch weiterfahren kann, baue ich flugs den im letzten Jahr in Polen gekauften Ersatzmotor ein. So ganz auf die Schnelle. Und weil´s so schnell geht, vergesse ich in aller Eile, den Rücklauf des Vergasers zuzumachen. Kein Wunder, dass der Fiat nach dem ersten Probelauf komplett nach Benzin stinkt. Abgefackelt ist das Auto zum Glück nicht.


10. Juli 2010

Der neue Motor hinterlässt einen guten Fahreindruck. Zumindest die ersten 20 Kilometer, dann rasselt es im Motorraum. Das Motormasseband hat sich im Keilriemen verfangen und ist abgerissen. Dieser wiederum ist stark eingerissen, schlägt sich aber noch wacker. Im Gegensatz zum Kabel der Nummernschildbeleuchtung. Dieses hat sich auf der Autobahn verabschiedet.

Doch das nicht alles. Auf dem Nachhauseweg streikt auch noch das Getriebe. Im Fahrbetrieb lässt sich nur noch der erste und zweite Gang einlegen. Mit max. 50 km/h geht´s nach Hause, wo der Übeltäter bald ausgemacht wird: ein lockeres Verbindungsstück zwischen Getriebe und Schaltstange.


 

Gesamtkosten 500 L 2010: 287,50 EUR
Gesamtkosten (total): 12.231,64 EUR

Gesamtkosten 500 Giardiniera 2010: 3.153,73 EUR
Gesamtkosten (total): 7.981,33 EUR

Durchschnittsverbrauch 500 L: Spritmonitor.de