Der Schnee macht mich wahnsinnig.
(Februar 2010)

Hoch auf dem gelben Wagen, sitz ich beim Schwager vorn.
(April 2010)

Ölen tun sie alle.
(April 2010)


Italien. Endlich zu Hause.
(August 2010)


Passo Rombo. 2.509 m.ü.NN
(August 2010)


Scheiße. Es regnet rein.
(September 2010)


Taxi!
(September 2010)


Schweizer Käse?
(September 2010)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

06. Januar 2010

Da ich meinen Ersatzanlasser für den Kombi brauche, besorge ich mir neuen Ersatz. Schließlich ist es mehr als hilfreich, wenn man auf eine gute Ersatzteilversorgung zurückgreifen kann.

Der Anlasser kostet mich 35 EUR inklusive Versand.

 

11. Februar 2010

Es schneit und schneit und schneit. Ich habe keine Ahnung, wann ich das letzte mal so viel Schnee gesehen habe wie in diesem Jahr. Wenn´s so weiter geht, ist vor Ostern ans Fahren nicht zu denken. Aber es gibt ja auch noch einiges an den Autos zu tun.

Der L muss nächsten Monat zum TÜV und der Kombi soll mit einem neuen Motor versorgt werden. Diesen bekomme ich heute und zahle dafür 2.200 EUR.

Dafür hat man vor einigen Jahren ganze Autos für bekommen.

 

14. Februar 2010

Drei wichtige Ereignisse finden heute statt. Erstens ist Karneval oder Fastnacht wie man bei uns sagt. Zweitens ist Valentinstag. Und drittens baue ich am Kombi Motor und Getriebe aus.

Das geht erstaunlich gut, hat man doch in vielerlei Hinsicht mehr Platz zum Schrauben als bei der normalen Limousine.

Großartige Probleme gibt es keine und so sieht die Giardiniera nach einem gemütlichen Schraubervormittag irgendwie leer aus.

Doch schon bald soll dieses Schmuckstück den Motorraum füllen und für neuen Fahrspaß sorgen:

 

16. Februar 2010

Die Hinterradaufhängung benötigt etwas Kosmetik. Ein erster Anstricht mit Hammerite hilft. Ein zweiter muss jedoch noch folgen - so sagt es der Hersteller.

 

18. Februar 2010

Bald bekomme ich mein neues Getriebe! Für den endgültigen Zusammenbau fehlt nur noch eine kleine "Wellscheibe". Ein Centartikel, den leider kein Händler vorrätig hat. Nur einer, aus dem hohen Norden hat noch welche auf Lager!

Doch 10,73 EUR Porto für zwei kleine Scheibchen, die in einen Briefumschlag passen, schrecken mich ab.

Zum Glück gibt es das Forum! Eines der Mitglieder hat noch eine Scheibe zu Hause und leiht sie mir freundlicherweise aus, bis wieder neue erhältlich sind.

Großartig!

 

19. Februar 2010

Der Sturz des rechten Kombi-Hinterrades ist irgendwie beängstigend positiv. D.h., das Rad steht so was von schräg. Um das Problem zu beheben, baue ich auf beiden Seiten die Stoßdämpfer und die Schraubenfeder aus und wieder ein.

Denn ausschließlich über den Sitz der Feder, wird der Sturz korrekt eingestellt.

Vorher:

Nachher:

Unterschied erkannt? Nein? Ich ehrlich gesagt auch nicht. Auf den Bildern wirkt es nachher sogar noch schiefer.

Was soll´s.

Da werde ich wohl bei Gelegenheit noch einmal nachsehen müssen.

 

21. Februar 2010

Die Achsschwingen bekommen den zweiten Anstrich. Matt schwarz. Hammerite. Anschließend durchbohre ich den Aschenbecher um Platz für Wichtiges zu machen!

Genau wie beim L soll dort nämlich ganz unauffällig ein Zigarettenanzünder als Stromanschluss für mein mobiles Navi herhalten.

 

01. März 2010

Es ist Fiat-Zeit! Hinein ins Auto, am Starthebelchen gezogen und schon begrüßt mich unser "Olio" standesgemäß mit einer großen Dunstwolke aus dem Auspuff. Hust, hust.

Nach 5 km Fahrt dann die ersten kleinen "Problemchen". An der Ampel droht der Motor im Standgas auszugehen.

Ursache dafür ist m.E. der mit leichtem Ölnebel verdreckte Kontakt der automatischen Leerlaufdüse (ja, so etwas hat er) am Vergaser. Denn nach der Reinigung läuft er wieder wie geschmiert.

Abends noch den Luftdruck kontrollieren und der Start in eine neue Saison ist perfekt.

 

05. März 2010

Ach ja, das Lüfterrad. Das leidige Thema. Es rappelt und scheppert mal wieder, weil sich die Mutter schon wieder etwas gelockert hat und ich immer noch keine selbstsichernde habe.

Auch der Baustoffhandel um die Ecke kann mit seinem Schraubensortiment nicht helfen und so begnüge ich mich vorerst mit einer gezackten Unterlagsscheibe.

 

13. und 14. März 2010

In Bingen eröffnet die Firma Honrath eine weitere Sektion in ihrem Autohaus und bietet ab sofort auch Fiat-Modelle an. Zur Eröffnung werden selbstredend zwei alte Fiat 500 als Anschauungsobjekt benötigt.

Einer davon ist unser Olio, der auch gleich einmal sein Revier mit einem schönen Ölplacken markiert.

Mahlzeit!

 

16. März 2010

Der Frühling kehrt zurück nach Deutschland! Zum ersten mal seit gefühlten 100 Monaten erreichen die Temperaturen zweistellige Plus- anstatt Minusgrade. Doch mit dem Einzug wärmerer Temperaturen melden sich auch die Tücken des 500er-Alltags zurück.

Auf dem Weg zur Arbeit bleibt der L stehen, nachdem er bereits zuvor im Standgas auszugehen drohte. Ein erneutes Ziehen des Anlassers bringt zunächst keine Veränderung. Der Kontaktabstand ist augenscheinlich in Ordnung. Zündkabel sind keine abgerissen.

Bei genauerem Betrachten fällt mir auf, dass der Vergaseransaugstutzen leicht verölt ist. Vielleicht ist dies die Ursache!

Nachdem ich den Lüftungsschlauch vom Luftfilter zur Gasfabrik
abgezogen habe, läuft der Motor wieder. Ein Glück.

Nachmittags reinige ich die Schläuche vom Ventildeckel zum Luftfilterkasten und vom Luftfilter zum Vergaser ein wenig mit Bremsenreiniger. Ebenso erfährt das elektrische Leerlaufventil eine kleine Frischekur. Von nun an brummt der Motor auch im Standgas wieder einwandfrei.

Die Ursache für das Ölen (wahrscheinlich durch verschlissene Kolbenringe erzeugter Überdruck) ist damit natürlich nicht behoben. Das könnte eine nette Winterarbeit werden.

...Winter? Mein Gott. Die ersten Sonenstrahlen und ich denke schon wieder an den Winter...

 

18. März 2010

Der Motor läuft noch nicht so wirklich rund. Erst nachdem ich den Vergaser neu einstelle, macht er keine Mucken mehr.

Doch dafür macht unser "Olio" seinem Namen mal wieder alle Ehre. Munter lässt er auf jedem Parkplatz eine kleine Öllache.

Zum Glück kommt das Öl "nur" aus der Ölwanne. Die Befestigungsschrauben hatten sich allesamt ein wenig gelockert. Festgezogen und gut ist!


19. März 2010

Ein gutes Omen für den TÜV-Termin nächste Woche? Der Olio ölt immer noch leicht, das Heckemblem auf der Motorhaube hat´s zerbröselt, die vorderen Reifen sind leicht abgefahren und zu guter Letzt muss ich feststellen, dass vorne etwas Bremsflüssigkeit fehlt.

Die Bremsflüssigkeit fülle ich auf und beobachte zunächst einmal, ob das Auto weiterhin Flüssigkeit verliert. Denn auf den ersten Blick konnte ich nichts an den Leitungen erkennen. Wahrscheinlich wird´s aber nichts ernstes sein.

Reifen muss ich auch neue besorgen. Eventuell werden es schicke Weißwandreifen, die über Ebay aus Italien angeboten werden. Mal sehen.

Und weil es immer noch nach Benzin im Innenraum stinkt, starte ich einen letzten Versuch: ich verstopfe die Düsen der Frontscheibenheizung. Immerhin führen deren Schläuche durch den Kofferraum direkt am Tank vorbei.



21. März 2010

Ich versuche dem Bremsflüssigkeitsverlust auf den Grund zu gehen und produziere weitere "Schäden": zwischen 85 und 90 km/h vibriert und flattert das Lenkrad als läge der katastrophalste Achs- und Stoßdämpferschaden vor.

Doch was war passiert?

Nachdem ich die hinteren Bremstrommeln abgenommen und nur staubtrockene Radbremszylinder vorgefunden hatte, schaute ich mir auch die Vorderräder an, ohne etwas zu finden. Nichts. Alles schien in Ordnung. Lediglich am Übergang vom Verbindungsschlauch zwischen Bremsflüssigkeitsbehälter und Hauptbremszylinder war ein wenig Bremsflüssigkeit zu finden.

Bei der anschließenden Probefahrt kam es dann zu dem beschriebenen Lenkradflattern. In der Folge nahm ich zunächst die Hinterräder erneut ab, zog die Bremstrommeln etwas stärker an und montierte die Reifen wieder.

Nichts. Alles wie gehabt.

Auch ein Nachziehen der Radmuttern half nichts. Alles wie gehabt. Der Fiat rüttelte und schüttelte sich wie ein mit Diesel betanktes Mofa aus sibirischer Produktion.

Erst das erneute Abnehmen der Vorderräder und nochmalige Anbringen brachte die ersehnte Besserung. Der 500er lief wieder wie noch am Tag zuvor.

Seltsam? Aber genau so war es.

PS: Bei den zahlreichen Probefahrten bin ich natürlich wieder einmal ohne Sprit liegen geblieben. Doch als anerkannter "Leerfahrer" konnte ich meine Reise dank des im Kofferraum befindlichen 2-Liter-Reservekanisters alsbald fortsetzen.



23. März 2010

Heute ersteigere ich bei Ebay ein paar neue Reifen. Weißwandfreifen, um genau zu sein. Diese kommen zwar aus Italien, sind aber mit 190 EUR dennoch günstiger als hierzulande angebotene Pirelli Cinturato.



24. März 2010

TÜV ist am kommenden Freitag. Damit es mit der Handbremse keine Probleme gibt, stelle ich sie ein wenig nach.


25. März 2010

Kombi-Teile sind seltener und teurer. Das merke ich schon jetzt. Beim hinteren Schiebefenster der Fahrerseite fehlt der Griff mitsamt der Arretierung. Übers Forum bekomme ich ein Gebrauchtteil für 15 EUR.

Da dieses jedoch nur aus dem Innenteil, nicht aber dem dazu gehörigen Außenteil besteht, welches für die Befestigung benötigt wird, ordere ich zusätzlich in Italien ein Reproduktions-Schließstück aus Kunststoff. Dieses belastet mein Konto mit zusätzlichen 37,06 EUR.



27. März 2010

TÜV. Bis März 2012.


31. März 2010

Beim Kombi montiere ich den Verschließmechanismus für das hintere Schiebefenster. Das alte originale Teil und die Befestigung des Repro-Teils passen perfekt zusammen!


03. April 2010

Ach ja, das neue Kombi-Getriebe. Eine (fast) unendliche Geschichte. Doch mit dem Kauf eines guten gebrauchten für 350 EUR, das vor wenigen tausend Kilometern überholt wurde, sollte auch dieses Kapitel glücklich enden.

Ursprünglich hatte ich nämlich ein ganz anderes Getriebe ins Auge gefasst und hierfür schon massig Ersatzteile besorgt, die mir der Verkäufer einbauen wollte und auch eingebaut hat. Doch als das Getriebe zum Einstellen des Differenzials in die Fachwerkstatt gebracht wurde, kam für mich - und auch für den Verkäufer - die große Überraschung. Teller- und Kegelrad, eine eigentlich unzertrennbare Einheit, stammten aus zwei verschiedenen Baugruppen und waren so nicht zu gebrauchen.

Weitere Investitionen und Wartezeiten waren angesagt. Doch glücklicherweise wurde mir just in diesem Moment ein alternatives Getriebe für die besagten 350 EUR angeboten: ein Angebot, das ich natürlich nicht ablehnen konnte.

Nachdem wir es heute in der Nähe von Stuttgart abgeholt hatten, schraubte ich noch abends die Kupplung an den Motor (riss dabei eine Schraube ab) und vereinigte Motor mit Getriebe.

Einem Kompletteinbau des Triebwerks steht damit in den kommenden Tagen nichts mehr im Weg.


04. April 2010

Motor und Getriebe werden in den Kombi "eingehängt", damit am nächsten Tag die "Endmontage" erfolgen kann.


05. April 2010

Der Motor und das neue Getriebe sind drin! Wir wagen uns auf eine erste Fahrt ins rund 25 Kilometer entfernte Lonsheim. Alles einwandfrei. Denken wir. Denn rund drei Stunden später geht überhaupt nichts mehr.

Eine kleine Pfütze unterm Vergaser lässt nichts Gutes erahnen. Erfolglose Startversuche bestätigen den Verdacht: die Kiste ist abgesoffen. Mangels entsprechenden Werkzeugs - mir fehlt ein passender Inbus-Schlüssel - rufen wir den ADAC.

Dieser stellt nach rund fünf Minuten die ernüchternde Diagnose, dass der Schwimmer des Vergasers eigentlich ein Nichtschwimmer ist und es vorzieht, auf Tauchstation zu gehen. Folglich läuft der Vergaser über und "rien ne va plus", wie der Franzose zu sagen pflegt.

Da wir keine Möglichkeit haben, den gerissenen Schwimmer zu reparieren bleibt nur noch eine Möglichkeit der Heimfahrt: hoch auf dem gelben Wagen.


06. April 2010

Der Verkäufer des Motors will mir in den nächsten Tagen als Garantieleistung netterweise einen neuen Vergaserdeckel mit eingestelltem Schwimmer schicken. Doch ich kann es kaum erwarten und baue aus dem alten Vergaser den intakten Schwimmer aus, um ihn am neuen Vergaser zu montieren. Natürlich kommt es, wie es kommen muss: wir bleiben erneut nach nur 5 Kilometern Fahrt stehen.

Doch der Schwimmer ist dicht. Und so können wir unsere Fahrt nach ein wenig Feinjustierung des Schwimmers ungehindert fortsetzen.


07. April 2010

Ein Fiat, der nicht ölt ist kein Fiat. Irgendwie ölen sie alle. Auch unser Kombi. Aber schon nach nur 50 gefahrenen Kilometern?



Ich ziehe einige Schrauben nach, und mache als Hauptherd die Ölablasschraube aus. Die muss doch auch irgendwie dicht zu bekommen sein!

Schließlich befestige ich noch einige Abdeckbleche am Motorraum und schließe den Zigarettenanzünder an die Batterie an. Ach ja: den linken Scheinwerfer schraube ich auch mal richtig fest, damit er nicht mehr so herumwackelt wie bislang.


08. April 2010

Eine kleine Ersatzteillieferung von Günter Markhof erreicht mich. Darin enthalten sind vier Reifenschläuche (die Weißwandreifen aus Italien sind zwischenzeitlich angekommen), ein neues Fiat-Emblem für die Motorhaube und noch ein wenig Kleinzeugs. Alles in allem wechseln 90,99 EUR ihren Besitzer.


09. April 2010

Der neue Vergaserdeckel mit neuem Schwimmer, passend für den Kombi, kommt! Ich baue ihn ein und alles ist wie neu! Nur ölen tut der Motor immer noch.

Zwar ist die Ölablasschraube nun dicht, aber irgendwo im Bereich des Ölschleuderfilters tropft es immer noch ein wenig raus.


11. April 2010

Auf geht´s in die Pfalz. Auf einer rund 200 Kilometer langen Tagesfahrt läuft der Kombi-Motor wirklich gut. Nur der Tachometer macht plötzlich Zicken.

Zwar funktioniert die Geschwindigkeitsanzeige. Der Kilometerzähler hängt jedoch teilweise und knackt nur. Eventuell ist nur etwas verdreckt. Im schlimmsten Fall jedoch leidet das Zählwerk an Zahnausfall, was bedeuten würde, dass ich einen neuen Tacho suchen müsste.


12. April 2010

Den Zylinderkopf muss man nach 100 bis 1.000 km nachziehen, wenn alles neu montiert wurde. Das funktioniert beim Kombi bei sieben Schrauben auch ganz gut. Nur eine streikt: der Stehbolzen dreht sich heraus.

So wie es aussieht, ist das Gewinde im Motorblock kaputt. Ärgerlich.


13. April 2010

Ich montiere die Kipphebelbrücke wieder, schraube den Vergaser fest und schließe den Ventildeckel. Nächste Woche kommt der Motor mitsamt Auto dann in eine Fachwerkstatt zur Reparatur des Gewindes.


14. April 2010

Ja, der Fiat 500 L. Unser Fiat 500 L. Wir nennen ihn nicht umsonst "Olio". Er verliert nämlich zusehends mehr Öl an verschiedenen Stellen. Eine Motorrevision rückt näher. Aber noch fährt er ohne Murren!


20. April 2010

Das Gewinde im Motorblock des Kombis ist repariert, doch die Inspektion offenbart weitere Schwachstellen.

Umlenkhebel und Achsschenkel sind ausgeschlagen, die Stoßdämpfer auch nicht mehr die Besten. Außerdem muss die Spur eingestellt werden, damit das Auto nicht mehr so extrem herumschlängelt. Die Ersatzteile hierfür kosten 281,98 EUR.


23. April 2010

Ich tausche das defekte Zähwerk des Kombi-Tachos gegen das eines Ersatztachos aus, damit endlich wieder der Kilometerzähler richtig funktioniert.

Durch meine grobmotorischen Bastlerfähigkeiten  schaffe ich es natürlich, die Nadel, auf die der Geschwindigkeitszeiger aufgesteckt ist, abzubrechen. Aus dem Ersatztacho ist dieses Teil leider auch nicht  zu gebrauchen, sodass ich  nun zwar einen funktionierenden Kilometerzähler habe, aber die Geschwindigkeit  gar nicht mehr angezeigt wird.

Toll.


24. April 2010

Mir kommt eine Idee. Ich erinnere mich an den armseligen Fiat 500 F, der jahrelang im Nachbarort als Hundehütte missbraucht wurde. Glücklicherweise ist der Tacho dort noch drin.

Für 20 EUR bekomme ich einen weiteren Ersatzteilspender. Dessen Innenleben transplantiere ich in den Kombi-Tacho.

Nun funktionieren Kilometerzähler und Geschwindigkeitsanzeige perfekt. Naja, fast. Im unteren Geschwindigkeitsbereich zeigt der Tacho etwas zu wenig an. Erst ab ca. 60 km/h stimmt´s exakt.

Vielleicht hilft hier ja noch ein wenig Feintuning.


25. April 2010

Saisonauftakt der Fraktion Rhein-Main. Mit dem Kombi geht´s durch den Odenwald. Eine weitere kleine Macke macht sich bemerkbar: der Gaszug geht oft nicht in die Ausgangsstellung zurück. Aber das kann nichts Tragisches sein.

Darüber hinaus hat sich die Rückholfeder an der Kupplung verabschiedet. Schade. Ihr hat es dort wohl nicht so gut gefallen.

Ansonsten fährt sich der Motor allerdings sehr gut. Über 400 Kilometer ist er an diesem Wochenende gelaufen und hat dabei Autobahnen, Bundestraßen, Landstraßen und Feldwege kennengelernt - so jedenfalls kamen mir manche Straßen im Odenwald vor.


20. Mai 2010

Aus Zeitgründen lasse ich einige Arbeiten in einer örtlichen Werkstatt ausführen. Getauscht werden (beim Kombi) die vorderen und hinteren Stoßdämpfer, die Achschenkel sowie der Umlenkhebel. Zusätzlich wird die Spur noch eingestellt.

Der Preis dafür beträgt 228,48 EUR.


21. Mai 2010

Der Gaszug des Kombis hakt ein wenig. Ein bisschen Fett sollte helfen.


29. Mai 2010

Zwar war der Kombi zum Spureinstellen in der Werkstatt, doch wie ich auf der Rechnung sehen kann, wurde lediglich die Vorderachse neu justiert. Da er leider immer noch nicht so läuft, wie ich mir das vorstelle, nehme ich die Einstellung selbst in die Hand.

Bewaffnet mit Maurerschnur, Schiebemesser und Legoklötzchen wird nachgemessen und fein justiert. Das schafft erhebliche Besserung beim Geradeauslauf. Doch in Kurven kommt es mir immer noch so vor, als würde nach dem Einschlagen des Lenkrades jemand kurz daran ziehen und den Lenkeinschlag erhöhen.

Ein Freund gibt den Tipp, dass die vorderen Radlager nicht korrekt eingestellt sein könnten. Und siehe da: nachdem die Radlager etwas strammer gestellt sind, hält das Auto auch in der Kurve seine Bahn bei.


30. Mai 2010

Das bislang nur mit Kabelbindern befestigte vordere Kennzeichen des Kombis bekommt einen schönen Chromrahmen und wird richtig festgeschraubt. Gleiches gilt fürs hintere Nummernschild.

Die Rücksitzbank wird nach etlichen Monaten aus dem Keller geholt und wieder in den Kombi eingebaut.


02. Juni 2010

"Music was my first love". Und genau deshalb soll und muss auch im Kombi ein Radio eingebaut werden. Wie beim L schraube ich es mittels einer DIN-Konsole unterhalb des Handschuhfachs fest.

Lange hatte ich allerdings über die Position der Lautsprecher nachgedacht. Eine Hutablage wie bei der Limousine gibt´s nicht, von daher musste ein anderer Platz gefunden werden. Nach Möglichkeit sollte nichts gebohrt werden und darüber hinaus sollten die Boxen auch nicht im Weg sein, wenn mal etwas eingeladen werden muss.

Kurzfristig kam mir beim Einbau dann die Idee, es unterhalb des Sitzes zu versuchen. Vor der Querstrebe des Sitzgestells platziert, kommt sogar genügend Krach heraus, um auch während der Fahrt mitzubekommen, was gerade läuft. Befestigt wurde das ganze schließlich mit Kabelbindern, damit der Lautsprecher bei einer scharfen Bremsung auch nicht in den Fußraum rutschen kann.

Perfekt. Und die Aufbaulautsprecher von ebay für gerade mal 23 EUR klingen dabei gar nicht mal so schlecht. Fotos folgen.

22. Juni 2010

Heute war der L wieder die "Verreckerte kleine Dreckskiste". Auf dem Weg zur Arbeit fuhr er zum zweiten mal in diesem Jahr nur 5 Kilometer und versagte dann seine Dienste.

Zwar lief der Motor nach wie vor einwandfrei im Stand, doch beim Gasgeben ging nichts mehr und der Motor drohte abzusterben.

Abends ging es dann ans Zerlegen des Vergasers, da der Verdacht nahe lag, dass sich Dreck vor die Hauptdüse gesetzt hat. Und tatsächlich war die Schwimmerkammer doch mit erstaunlich viel Zeugs gefüllt, das dort nicht hineingehört.

Leider sprang der Fiat auch danach nicht an, sodass als nächste Fehlerquelle die Benzinpumpe in Betracht kam. Als ich diese ausgewechselt hatte, sprang das Triebwerk sofort an und der Kleine war wieder "Papas Liebling".

Man kann halt nicht nachtragend sein...


09. Juli 2010

...doch was zu viel ist, ist zu viel. Denn unser Olio macht seinem Namen alle Ehre und ölt, was das Zeug hält. "So kann es nicht weitergehen", sage ich mir und nachdem die Kompressionsmessung eher schlechte Werte von 6 und 7 bar ergibt, steht der Entschluss fest, den Motor zu überholen.

Damit ich dennoch weiterfahren kann, baue ich flugs den im letzten Jahr in Polen gekauften Ersatzmotor ein. So ganz auf die Schnelle. Und weil´s so schnell geht, vergesse ich in aller Eile, den Rücklauf des Vergasers zuzumachen. Kein Wunder, dass der Fiat nach dem ersten Probelauf komplett nach Benzin stinkt. Abgefackelt ist das Auto zum Glück nicht.


10. Juli 2010

Der neue Motor hinterlässt einen guten Fahreindruck. Zumindest die ersten 20 Kilometer, dann rasselt es im Motorraum. Das Motormasseband hat sich im Keilriemen verfangen und ist abgerissen. Dieser wiederum ist stark eingerissen, schlägt sich aber noch wacker. Im Gegensatz zum Kabel der Nummernschildbeleuchtung. Dieses hat sich auf der Autobahn verabschiedet.

Doch das nicht alles. Auf dem Nachhauseweg streikt auch noch das Getriebe. Im Fahrbetrieb lässt sich nur noch der erste und zweite Gang einlegen. Mit max. 50 km/h geht´s nach Hause, wo der Übeltäter bald ausgemacht wird: ein lockeres Verbindungsstück zwischen Getriebe und Schaltstange.


12. Juli 2010

Ein italienisches Auto ohne Hupe? Wo gibt es denn so was? Der Kombi hupt nicht mehr und deshalb gibt es eine neue aus dem örtlichen Motorradzubehör. Preis: 7,95 EUR.

Für Kombi und Limousine kaufe ich außerdem noch einige Kleinteile, die letztendlich mit 65,74 EUR zu Buche schlagen.


01. August 2010

Mit Gurten fährt es sich doch sicherer. Deshalb baue ich neue 3-Punkt-Gurte in den Kombi ein. Die Gurte kosten 99,56 EUR.


07. August 2010

Tja. Neue Hupe und hupt trotzdem nicht. Darum schaue ich mir als Meisterlektriker mal die Verkabelung der Kombi-Hupe näher an. Mit Schaltplan und Hinweisen aus dem Forum bewaffnet, geht´s auf die Suche.

Und schon nach nur 1 Stunde und zahlreichen unkoordinierten Verkabelungsversuchen, habe ich den Fehler gefunden: die Hupe war im Sicherungskasten falsch angeschlossen und bekam deswegen keinen Strom.

Ach ja: der Kauf der neuen Hupe hat sich dennoch gelohnt, denn die alte war kaputt.

Zur Belohnung gab es schließlich noch eine kleine Tagestour zum Fiat 500 and Friends Hessen-Treffen in Bad Nauheim.


13. August 2010

Ein Autoradio ohne Radioempfang ist so ungefähr das Gleiche wie ein italienisches Auto ohne Hupe, weswegen ich eine Antenne in den Kombi einbaue.

Damit nichts durchbohrt oder sonstwie beschädigt werden muss, lege ich sie einfach lose, mit Kabelbindern allerdins leicht fixiert, in den Kofferraum. Damit bekomme ich zumindest einige Radiosender, während andere um die Wette rauschen.

Das Ergebnis ist so lala. Aber mehr als "Lala-Musik" kommt im Radio ja auch nicht, sodass es im Ergebnis erst einmal passt.


14. August 2010

Seit heute kann man beim L auch wieder erkennen, um welches Auto es sich handelt, nachdem ich das verlorene Heckemblem wieder befestigt habe.

Leider ist die Passgenauigkeit nicht optimal. Doch mit Biegen und Brechen klappt´s doch noch.


20. August 2010

Autos sind zum Fahren da. Das gilt für einen Oldtimer genauso, wie für  moderne Fahrzeuge. Viel zu schade ist es, wenn man sein Auto nur unbenutzt in der Garage stehen lässt. Getreu diesem Motto ist es nur logisch, dass wir in diesem Jahr mit unserem Kombi in Urlaub fahren.

Viel haben wir uns vorgenommen. Von Mainz aus wollen wir an den Gardasee, dann nach Venedig, die Küste entlang Richtung San Marino. Querfeldein soll Lucca in der Toskana der nächste Stopp sein, bevor wir die Cinque Terre besuchen und uns dann eine Woche in Alassio ausruhen, um den Heimweg über die Schweiz und Frankreich zurück nach Rheinhessen zu nehmen. Jede Menge Kilometer, die zu absolvieren sind.

Die erste Etappe führt uns nach Esslingen am Neckar. Brav dem Navigationsgerät folgend, werden wir allerdings durch Stuttgart und seine Umweltzone gelotst, die es nun zu durchfahren gilt, obwohl wir weder eine Feinstaubplakette besitzen, noch eine H-Zulassung haben. Doch zum Glück merkt keiner etwas und auf dem schnellsten Wege verlassen wir die "verbotene Stadt" ins nur wenig entfernte Esslingen.

Hier verbringen wir einen netten Abend und eine unruhige Nacht. Denn gegen Mitternacht kommt es vorm Hotel zu Randalen zwischen Jugendlichen, die u.a. die Fensterscheiben der gegenüberliegenden Uni-Mensa beschädigen. Unser nur ein paar Schritte entfernt geparkte Kombi bleibt zum Glück verschont, sodass wir am kommenden Tag unsere Reise fortsetzen können.


21. August 2010

Das Ziel lautet Sölden in Österreich, welches im Winter vor allem für seine Après-Ski-Parties bekannt ist. Im Sommer dagegen ist mehr oder weniger tote Hose.

Auf dem Weg dorthin zeigt sich der Verkehr von seiner schlechtesten Seite. Viel Stau auf deutschen Autobahnen und auf der Route über den Fernpass. Später als geplant erreichen wir daher unser Domizil.

Doch statt gemütlich Essen zu gehen, plagt mich ein steifes Genick, sodass ich mich einem Arztbesuch unterziehen muss. Die "Reparaturkosten" betragen fast 300 EUR. 1 : 0 für unser Auto, welches nach wie vor einwandfrei läuft und läuft und läuft.


22. August 2010

Der erste Höhepunkt der Tour naht: die Fahrt übers Timmelsjoch an den Gardasee. Für 14 EUR Mautgebühr erleben wir eine tolle Passstraße und erreichen sicher die 2.509 Meter hohe Spitze des Passes.


Auf dem Timmelsjoch.

Anspruchsvoller gestaltet sich lediglich die Auffahrt zu unserem Hotel oberhalb von Torri del Benaco am südlichen Gardasee. Die Anfahrt ist so steil, dass wir sie mit dem voll beladenen Auto nur im ersten Gang meistern können.


23. August 2010

Vom Gardasee aus heißt Venedig das nächste Ziel. Landschaftlich gestaltet sich dieser Abschnitt leider weniger reizvoll, als zunächst angenommen. Viel Gewerbe entlang der Straße prägt das Bild und die wenigen angefahrenen Städte, wie zum Beispiel Vicenza, wirken wie ausgestorben.


Idylle am Gardasee.


In Vicenza.

Auf dem Weg zu unserer Unterkunft begegnet uns allerdings ein Kamerafahrzeug von Google Street View. Wer weiß, vielleicht kann man den Kombi demnächst im Internet bewundern...


24. August 2010

Ruhetag.


25. August 2010

Vor unserer Weiterreise lässt es sich der Hausherr des Hotels nicht nehmen, kurz am Steuer unseres Kombis Platz zu nehmen. Die "bella macchina" imponiert ihm.


Der Padrone höchstpersönlich.

Wir fahren weiter. An der Adriaküste entlang düsen wir bis nach Rimini und Riccione, die leider genau so aussehen, wie wir uns sie vorgestellt haben: Hotelbunker neben Hotelbunker.

Nach einem kurzen Stopp am Strand von Cattolica nehmen wir Kurs zur Republik San Marino, die hoch oben auf einem Hügel thront. Dort übersehe ich ein Verkehrspolizistin, die ganz untypisch in blau-gelb gekleidet ist und werde wüst zurückgerufen, nachdem ich einen Fußgängerüberweg schon halb überfahren habe. Von einer Strafe hat sie zum Glück abgesehen.


Grenzübergang San Marino - Italien.

Nach einem kurzen Aufenthalt in der Republik cruisen wir durch die landschaftlich schöne und hügelige Region Emilia-Romagna. Dabei kommt es zur ersten kleinen "Panne". Bei einer Anfahrt an einem steilen Berg ruckelt die Kupplung, das Auto vibriert und die Rückholfeder der Kupplung verabschiedet sich ins Nirvana.

Zum Glück habe ich eine neue dabei.


26. August 2010

Die Landschaft bleibt so schön, wie sie sich schon am Vortag gezeigt hat. Wir überqueren die Grenze zur Toskana und fahren nach Lucca. Auf dem Weg dorthin begeistert uns vor allem die Region um die Gemeinde Poppi, die zu den schönsten Dörfern Italiens zählt.

In Lucca übernachten wir inmitten des historischen Stadtkerns. Bei der Anfahrt zur Unterkunft durchquere ich das italienische Pendant zur deutschen Umweltzone. Zum Glück interessiert es wieder niemanden.


An der Stadtgrenze von Florenz.


27. August 2010

Nach der Toskana besichtigen wir die Cinque Terre im östlichen Ligurien. Das Auto lassen wir jedoch außerhalb in Levanto stehen und beschränken uns aufs Zugfahren.


28. August 2010

2.000 Kilometer haben wir bereits hinter uns gebracht, als wir zu unserem vorläufigen Ziel Alassio fahren. Wir verlassen die Autostrada hinter Genua und fahren die ligurische Küste entlang. Herrlich. Doch in Savona streikt der Kombi am Kreisel. Alles ist lahm gelegt. Nichts funktioniert mehr.

Zum Glück hat sich lediglich eines der Batteriekabel gelöst, sodass wir nach einem sehr kurzen Stopp weiterfahren können und sicher in Alassio ankommen.

Die Italiener zumindest freuen sich über die Giardiniera. Einer erzählt uns während der Fahrt von seinem Roller aus, dass er auch so einen habe und freut sich über das schöne Auto. Anschließend überholt er uns und warnt uns gestikulierend vor einer stationären Radarfalle.

Auch am Abend bekommen wir alte Geschichten zu hören. Ein älterer Herr schwelgt in Erinnerung und bekommt ein Grinsen aufs Gesicht, als er mir davon erzählt, wie gerne er den Damen beim Aussteigen aus den Fahrzeugen mit Selbstmördertüren zugesehen hat...


29. August 2010


Mir fällt auf, dass die Vorderreifen bereits jetzt enorm gelitten haben. An den Außenseiten sind sie mächtig abgefahren.


31. August 2010

Der Fiat fängt bei kaltem Motor unter Volllast an zu stottern.


01. September 2010

In Albenga kaufe ich beim örtlichen Eisenwarenhändler (Ferramenta) zwei neue Ersatzschlüssel für nur 8 EUR.

Am Nachmittag ziehe ich eine Befestigungsschraube des Vergasers an.


02. September 2010

Ich ziehe die andere Befestigungsschraube des Vergasers an und tanke das in Italien eher seltene Super mit 98 Oktan.


03. September 2010

Das Ruckeln scheint weg zu sein. Doch kurz nach dem Start geht der Kombi an einem Zebrastreifen aus und springt schlecht wieder an. Wahrscheinlich möchte er genauso wenig wie wir wieder nach Hause, denn das Ende unseres Urlaubes rückt unaufhaltsam näher.


Am Strand von Albenga (SV), Ligurien.


04. September 2010

Über die Autostrada verlassen wir Ligurien ins Piemont. Turin heißt das nächste Etappenziel. Ganz in der Nähe von "Mama Fiat" übernachten wir im Stadtteil Lingotto.


05. September 2010

Durchs Aosta Tal verlassen wir langsam aber sicher Italien. Über den "Großen St. Bernhard" erreichen wir die Schweiz und nehmen Kurs zum Genfer See, wo wir oberhalb von Thonons-les-Bains in Frankreich Quartier beziehen wollen.


Bei einer Rast im Aosta-Tal.


Auf dem großen St. Bernhard.

20 Kilometer vor dem Ziel bekommen wir jedoch die Nachricht vom Grenzbeamten, dass die Durchfahrt am See zur Zeit gesperrt sei. Über 50 Kilometer Umweg sind deswegen notwendig, weshalb wir von dem tollen Wetter am See nur noch wenig genießen können.

Der Zustand der Reifen verschlechtert sich unterdessen weiter. Sie haben kaum noch Profil. Besonders der rechte Vorderreifen ist betroffen.


06. September 2010

Der vorletzte Abschnitt unserer Reise führt uns nach Bad Bellingen. Wegen der immer noch andauernden Straßensperre direkt am Genfer See müssen wir erneut einen Umweg in Kauf nehmen.

Vor unserer Abfahrt bekommen wir jedoch erneut Komplimente, dieses mal von einem Franzosen, der unser "super voiture" lobt.

Kurz vorm Ziel, in Weil am Rhein, beschließe ich, den rechten Vorderreifen gegen das Ersatzrad auszutauschen. Dabei muss ich feststellen, dass ein Wagenheber vom Fiat 126 auch mit Gewalt nicht in die Wagenheberaufnahmen beim 500er geht.

Zum Glück ist ATU nicht weit! Der Werkstattmeister leiht mir freundlicherweise seinen Wagenheber, sodass unser Kombi kurz darauf mit einem neuen Vorderreifen ausgestattet ist.



07. September 2010

Nach über zwei Wochen Sonnenschein, ist das Wetter nun so, wie man es sich in Deutschland vorstellt: regnerisch und kalt. Pünktlich dazu meldet sich auch das Motorruckeln stärker zurück, als je zuvor. Nach einigen Kilometern ist jedoch alles in Butter.

Wenn es jetzt nur noch aufhören würde zu regnen, denn unser Kombi ist für so etwas gar nicht geeignet, wie wir feststellen müssen. Nicht nur durchs Dach, auch an der Frontscheibe und an den zu dünnen Türgummis regnet es rein. Wir behelfen uns mit einer Küchenrolle und versuchen, nach fast 4.000 gefahrenen Kilometern in zweieinhalb Wochen halbwegs trocken zu Hause anzukommen.


Regenschutz mit Küchenrolle.

Eine große Rundreise durch Norditalien und insgesamt sechs Länder geht damit zu Ende. Passend dazu begrüßt uns der neue IKEA-Katalog mit seinem Slogan "Auf das Leben zu Hause!".

Der Fiat mit dem "Il Motore" hat super durchgehalten. Wir sind stolz auf ihn und froh, ein solches Abenteuer gewagt zu haben.


09. September 2010

Nach der anstrengenden Tour sind erst einmal neue Reifen fällig. Ich kaufe einen kompletten Satz mit fünf Pneus, obwohl die Hinterreifen noch ordentlich Profil haben. Der Preis: günstige 119,30 EUR.

Die 135er Reifen sind halt doch noch billiger zu haben als die 125er, die immerhin fast 200 EUR gekostet haben (und das bei nur vier Reifen!).

Außerdem gönne ich mir neue Querlenker, weil die alten ausgeschlagen sind. Gemeinsam mit fünf Reifenschläuchen kostet das ganze 85,59 EUR.


14. September 2010

Ich setze einen neuen Luftfilter ein. Dann montiere ich die neuen Querlenker...


15. September 2010

...und anschließend die neuen Vorderreifen (die Hinterreifen lasse ich erst einmal so, wie sie sind) und starte den Kombi für eine kleine Testfahrt.

Denkste. Denn wieder einmal ist die Batterie fast leer und der Anlasser schafft es nicht, zu starten. Irgendetwas muss Strom ziehen. Aber was???


17. September 2010

Die Batterie ist wieder fit. Auf geht´s zu einer kleinen Rundfahrt mit dem Kombi. Diese wird allerdings wirklich nur sehr kurz, denn nach 2 Kilometern fängt bei Höchstgeschwindigkeit die Öllampe an zu leuchten. Kein gutes Omen. Ich stoppe sofort.

Ein neuer Öldruckschalter ändert nichts, sodass eine Lapalie wohl auszuschließen ist.

Auch das Ruckeln, das sich schon während der Italien-Rundfahrt gezeigt hat, ist noch da. Am Kondensator lag es schon einmal nicht, weil´s mit einem neuen auch nicht besser ist.

Zu allem Glück geht auch der hintere rechte Blinker nicht mehr.


18. September 2010

Nachdem ich die Zündkontakte erneuert habe und die Zündung neu eingestellt, läuft der Kombi-Motor wieder - ohne Ruckeln. Auch der Öldruck ist wieder da.

Lediglich ein übles Geräusch aus dem Bereich des Steuergehäusedeckels bleibt, sodass weitere Fahrten erst einmal nicht angesagt sind.


Wenigstens geht der Blinker wieder. Der hatte nur einen Wackelkontakt am Sockel.


20. September 2010

Das Rasseln war die Steuerkette. Auf dem Weg zur Werkstatt ist sie plötzlich gerissen. Exitus mit schönem Loch im Steuergehäusedeckel. Weitere gravierende Schäden sind nicht auszuschließen.


Loch im Steuerkettengehäuse.


21. September 2010

Die Rechnung fürs Aufziehen und Auswuchten von drei Reifen (vorne und Ersatzrad) flattert ins Haus: 44,98 EUR.


28. September 2010

Der Motor wird ausgebaut und zurück zum Verkäufer geschickt, der sich die Sache ansehen und der Ursache auf den Grund gehen wird. Die Speditionskosten mit iloxx betragen 73,13 EUR.


06. Oktober 2010

Der Motor ist zerlegt und der Grund für das Malheur steht fest. Die Steuerkette war nicht ordentlich verpresst. Dadurch hat sich ein Glied einseitig gelöst, was dazu geführt hat, dass die Lager angegriffen wurden. Hierdurch kam es wiederum zu mangelndem Öldruck und in der Folge ist die Kette schließlich komplett gerissen.

Ein simpler Materialfehler, für den weder der Händler noch ich etwas kann. Dennoch kann ich zum Glück auf die Gewährleistung bauen, sodass mir teure Folgekosten für die Reparatur des Motors erspart bleiben.


15. Oktober 2010

Der Kombimotor kommt zurück und wartet ab heute auf seinen Einbau.


22. Oktober 2010

Mal eben schnell den Kombimotor einbauen... Doch nichts klappt. Motor und Getriebe wollen nicht so richtig zusammenpassen. Erst nach unzähligen Versuchen sind beide wieder vereint.


23. Oktober 2010

Alle Kabel anschließen, Benzinleitung anklemmen, Schrauben nachziehen, Öl auffüllen und dann ohne Zündkerzen orgeln bis ausreichend Öldruck da ist. Dann Zündkerzen reindrehen und starten.

Der Motor läuft wieder. :)

29. Oktober 2010

Kurz vor Saisonende besorge ich mir beim örtlichen Lackhandel eine Dose "Taxifarbe", um beim Kombi im Winter einige kleinere Lackschäden ausbessern zu können.

Da ich den Farbton nicht exakt kenne, wird dieser mittels Scanner ausgelesen und die Farbe speziell zusammengemischt. Mal sehen, ob´s passt.

Mit etwas Rostschutzgedöns kostet das summa summarum 25,70 EUR.

08. November 2010

Übers Forum kaufe ich eine neue 5-lagige Blattfeder für 42 EUR.

29. November 2010

Winterzeit, Einkaufszeit. 158,21 EUR berappe ich für neue, überarbeitete 650 ccm Zylinder mit beschichteten Kolben, inklusive Ringen und erleichterten Kolbenbolzen.

Damit soll der Mitte des Jahres ausgebaute Motor der Limousine wieder fit gemacht werden.


Gesamtkosten 500 L 2010: 467,51 EUR
Gesamtkosten (total): 12.411,65 EUR

Gesamtkosten 500 Giardiniera 2010: 3.703,88 EUR
Gesamtkosten (total): 8.531,48 EUR

Durchschnittsverbrauch 500 L: Spritmonitor.de

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